Allergien & Unverträglichkeiten
DIE ABKLÄRUNG EINER ALLERGIE
Folgende Aspekte sind zu beachten:
-
Familiäre Erkrankungen
-
Soziale Situation mit bisherigen Beschwerden, örtlichen und zeitlichen Beginn der Beschwerden, vermuteten Auslösern, Beruf, Haustieren, Hobbies, Wohn und Umweltfaktoren, örtlicher und zeitlicher Beginn von Beschwerden, psychosoziale Umstände und therapeutische Maßnahmen.
ALLERGISCHE RHINITIS
Die Symptome der allergischen Rhinitis (insbesonders der sogenannte „Heuschnupfen“ im Sommer durch Gräserpollen) sind das rezidivierende Nasenjucken, Nießreiz, Sekretion mit Nasenrinnen und die behinderte Nasenatmung. Die allergische Rhinitis tritt typischerweise saisonal, in vielen Fällen auch ganzjährig mit unterschiedlicher Ausprägung auf. In der folgenden Liste werden einige auch differentialdiagnostische Überlegungen angeführt, die unabhängig vom Ergebnis der allergologischen Austestung angestellt werden sollten:
- Vasomotorische Rhinitis
- Nasenpolypen
- Rhinitis medicamentosa (Dekongestiva, orale Kontrazeptiva, Antihypertensiva, Sedativa (einige Benzodiazepine), Aspirin)
- Schwangerschaft
- Atrophe Rhinitis
- Hypothyreoidismus
- Nichtallergische eosinophile Rhinitis
- Fremdkörper
- Vaskulitis
- Tumore
ATOPISCHE DERMATITIS
Die atopische Dermatitis ist eine häufige Erkrankung und als Begleiterkrankung beim Asthma immer wieder zu sehen. Oft ist sie eine „Blickdiagnose“, es soll aber darauf hingewiesen werden, daß nach intenationalen Empfehlungen mindestens 3 Hauptkriterien und 3 Nebenkriterien ( von über 20 einzelnen) erfüllt sein sollen, um von einer „atopischen Dermatitis“ zu sprechen.
Hauptkriterien
Pruritus, Dermatitis in Beugeseiten (bei Erwachsenen) und im Gesicht und an Streckseiten (bei Kindern), chronische oder rezidivierende Dermatitis, persönliche oder familiäre Anamnese einer Allergie
Nebenkriterien
Sogenannter „atopischer Gesichtsausdruck“ (Gesichtsblässe oder- rötung, hypopigentierte Flecken, infraorbitale Ringe oder Falten, Cheilitis, rezidiv. Konjunktivitis, vordere Halsfalten), Trigger der atopischen Dermatitis (Nahrungsmittel, Emotion, Umwelt, Irritantien wie Wolle etc), Komplikationen der atopischen Dermatitis (Anfälligkeit für Hautinfektionen, gestörte zelluläre Immunität, positiver Hauttest, erhöhtes Gesamt IgE, Keratokonus, anteriorer subkapsulärer Katarakt), anderes (sehr früher Beginn, Hauttrockenheit, Ichthyosis, Keratosis pilaris, Hand- und Fußdermatitis, Brustwarzenekzem, weißer Dermographismus)
URTIKARIA
Die Urtikaria, die sogenannte „Nesselsucht“ ist eine ebenso häufige Erkrankung mit einer möglichen allergischen Ursache, (wenngleich nur in Einzelfällen eine Allergie gefunden wird) und soll deshalb hier erwähnt werden. Typisch sind der ausgeprägte Juckreiz mit umschriebenen, erhabenen erythematösen Eruptionen (geröteten Erhebungen) und zentraler Blässe, welche konfluieren können und nach einigen Stunden meist spontan verschwinden.
Mögliche Auslöser der Urtikaria sind:
Medikamente, Druck, Kälte, Insektenstiche, Latex, Aeroallergene, Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusätze, Infektionen aber auch Systemerkrankungen (Lupus erythematodes, Autoimmunthyreoiditis, Kryoglobulinämie u.a.).
ALLERGISCHES ASTHMA BRONCHIALE
Die Symptome eines Asthma bronchiale beginnen meist mit Hustenreiz, dann kommt auch ein eher „pfeifendes“ Atemgeräusch (besonders beim festen Ausatmen) und Kurzatmigkeit dazu. Asthma bronchiale ist eine chronisch, entzündliche Erkrankung, oft ist der gesamte Atmungstrakt, von der Nase beginnend betroffen. Betroffene schildern oft den Beginn in der Nase und das Absteigen der Beschwerden, dementsprechend soll Asthma bronchiale von allen Seiten, auch von der Nase angesehen werden und behandelt werden!
