Digital Detox
Leben in der digitalen Welt
Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Bestandteil des Alltags geworden. Doch die ständige Erreichbarkeit und Ablenkung durch soziale Medien kann uns aus dem Gleichgewicht bringen. Das Smartphone ist seit Jahren nicht mehr wegzudenken und ein ständiger Begleiter nahezu aller Mitglieder unserer Gesellschaft. Bereits im jungen Kindesalter gehört es zum Alltag, auf Handys, Tablets und anderen Bildschirmen zu surfen, zu spielen oder auch zu lernen. Einher gehen oftmals nicht nur eine vermehrte Betroffenheit von Kurzsichtigkeitund Haltungsschäden, sondern auch kognitive Nebenwirkungen.
Ein wesentliches Problem, welches nur durch Digital Detox in den Griff zu bekommen ist, bildet das hohe Suchtpotenzial, welches Handys, Social Media und Videospiele bieten. Vor allem bei jungen Menschen entsteht zunehmend eine Handysucht, da durch Likes und Klicks virtueller Zuspruch entsteht, der das Gehirn zur Dopaminausschüttung bringt. Schnell verbindet das Gehirn diese Glücksgefühle unmittelbar mit dem Smartphone, weshalb teilweise fast schon automatisch oder aus Langeweile zu den Geräten, die sich ohnehin ständig in unmittelbarer Nähe befinden, gegriffen wird. Dieses Verhalten verkürzt nicht nur die Aufmerksamkeit sukzessiv, sondern kann sich zu einer ernsthaften Suchtkrankheit entwickeln.
Nicht zu unterschätzen ist weiters die Wirkung, die intensive Social Media Nutzung auf die Psyche haben kann sowie Schlafstörungen, die durch das ausstrahlende blaue Licht von digitalen Geräten entstehen können.
Offline gehen – so geht es leichter
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Beim Digital Detox - dem digitalen Entgiften also - geht es darum, für einen bestimmten Zeitraum - einen Tag, eine Woche oder sogar länger – Smartphone, Tablet und Laptop auszuschalten und auf sämtliche digitale Geräte zu verzichten. Medienfasten kann helfen, die eigenen digitalen Gewohnheiten zu überprüfen und bewusst anzupassen.
Um seine digitale Entgiftung möglichst erfolgreich durchzuführen, ist es bestärkend, das soziale Umfeld mit ins Boot zu holen. Weitere Tipps sind, den sozialen Druck zu erkennen und zu reduzieren, die eigene Bildschirmzeit im Auge zu behalten sowie bewusst digitale Freiräume zu schaffen. Am besten sind Treffen mit Freunden oder unterhaltsame Abende mit der Familie ohne Fernsehen & Co.
Weiters können smartphonefreie Räume helfen, den Konsum bewusst zu reduzieren. So kann das Schlafzimmer und der gemeinsame Esstisch zur handyfreien Zone erklärt werden. In diesen Zeiten ist es zudem sinnvoll, das Smartphone außerhalb des Sichtfeldes aufzubewahren, um es sich selbst leichter zu machen. Stummschalten ist auch ein guter Tipp.
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Vorteile durch das Entgiften
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Digital Detox trägt dazu bei, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu verbessern. Es entspannen sich Geist und Körper, man hat wieder mehr Zeit für sich selbst und findet innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Wer sein Smartphone vor dem Schlafengehen weniger nutzt, profitiert zudem von einer besseren Schlafqualität. Außerdem werden wir durch Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Gedankenklarheit kreativer und produktiver.
Eine Rundumsteigerung der psychischen und physischen Gesundheit ist zu erwarten.
